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Dokument omawia historię niemieckiego osadnictwa na Śląsku Opolskim, działalność opactwa Cystersów w Raudzie oraz spory dotyczące własności ziemskiej w średniowieczu. Poruszono również kwestie niemieckiej kolonizacji, wpływu zakonów na rozwój regionu oraz konfliktów z władzami świeckimi.
Tłumaczenie fragmentów zawierających słowo kluczowe: Zernitz
Historia osadnictwa niemieckiego:
- W roku 1263 niemieccy osadnicy otrzymali od opactwa Cystersów w Raudzie 100 dużych hub ziemskich w okolicach klostergut Zernitz.
- Osadnicy niemieccy osiedlili się również w Deutsch Zernitz w 1266 roku.
Przywileje osadników:
- Lokatorzy, jak Zavis w Dobrosławicach (1264), czy Heinrich w Schönwaldzie (1269), otrzymywali ziemie na korzystnych warunkach, np. częściowe zwolnienie z podatków.
- W Zernitz osadnicy byli zwolnieni z podatków przez 15 lat, co było powszechną praktyką dla kolonizacji terenów leśnych.
Wpływ niemieckiego osadnictwa:
- Kolonizacja przyczyniła się do powstania prosperujących wsi otaczających opactwo Rauden, w tym Zernitz.
- Do 1274 roku region był już dobrze rozwinięty, z licznymi niemieckimi osadami.
Uwagi historyczne:
Spory o ziemię:
- W XIV wieku opactwo Rauden utraciło kilka wsi na rzecz księcia oświęcimskiego, co zmusiło zakon do odkupienia części majątków.
Zernitz jako część procesu kolonizacji:
- Wieś Zernitz, podobnie jak inne nowo założone osady, stała się elementem większego projektu kolonizacji i germanizacji Śląska w średniowieczu.
Tekst źródłowy
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Nr. 17/18, Sonderausgabe zum „Tag der Oberschlesier 1958“, Seite 6
..
- - =
Uber 500 (JZahze wirkten Zistezziensez an den Ufern dez Ruda
Kloster Rauden war Mittelpunkt der großen Besiedlungsaktion unserer Heimat durch deutsche Kolonisten
aw filius Kasimiri dei gratia Dux de Oppol ‚evölkert, Industrie und Handel erhoben
ına cum Venerabili coniuge nostra ich gewaltig.“
zuffemia et filiis nostris vedilicet Mescone, Diese Worte schrieb kein deutscher Revi-
Casimiro et Boleslav) dem an der Ruda ‚jonist“ oder „neofaschistischer Revanche-
‚elegenen Kloster Wladislaw (auch Wlo- ‚olitiker“, sondern der polnische
lislaw) die vollständige Befreiung von der Zechtshistoriker Bobrzynski,
zerichtsbarkeit der herzoglichen Kastel- . f fürsten d
ane. Die Untertanen (es müssen zu dieser Was die Herzöge und Kirchenfürsten der
jeit bereits mehrere Dörfer geschenkt ‚amaligen Zeit veranlaßte, gerade Deut-
zorden sein) werden der alleinigen Ge- che in das fast menschenleere oberschle-
‘chtsbarkeit des Abtes unterstellt. Diese1
ieht in allen Fällen, selbst bei schwerer
'erbrechen wie Totschlag, die Bußen ein
‚er jeweilige Abt nimmt auf allen Güterr.
‚nd Besitzungen des Klosters die Rechte
‚es Herzogs wahr, wie Jagd und Fischfang,
[olzschlag, Biberfang. Das Kloster wurde
‚urch die Urkunde von allen Lasten des
‚olnischen Rechts befreit, von Zöllen, Tri-
‚uten und sonstigen Zinszahlungen, ferner
9n Dienstleistungen aller Art.
Unter diesen günstigen Verhältnissen
unnte sich die oberschlesische Zister-
‚enser Neugründung an der Ruda rasch
ntwickeln.
)eutsche Siedler wurden herbeigerufer
nd erhielten u. a. 1263 beim Klostergute
itanitz 100 große „Huben“ vom Walde
soycon. Petrus, der erste Abt des Klosters
ergab weiterhin am 25, Juli 1264 dem
‚okator Zavis das Dorf Dobroslawitz zuı
‚ussetzung nach deutsches Recht, Neu
yarkter Fassung. Auch hier wurden deut
he Bauern angesiedelt. Der Lokator, spä:
ır vielfach nach Übernahme des Amte:
uch Scholze oder Schulz genannt, erhieli
wei Hufen zins- und zehntenfrei, eine
zeie Schenke und den dritten Teil alleı
“erichtseinkünfte, eingeschlossen der ho-
en Strafen für schwere Verbrechen. Die
eutschen Neubauern blieben vier Jahre
oygabefrei, eine Regelung, die von Fall zu
all auch für längere Zeiten getroffen wur-
‚.e, 1266 waren bereits deutsche Kolonisten
nn Deutsch Zernitz ansässig. Am
‚ März 1269 erhielt der Lokator Heinrich
ıt Zustimmung des Herzogs Wladislaus
nd mit Wissen des Abtes von Rauden
urch den Palatin von Oppeln, Mrocco, im
Yalde Boycovo 50 große Hufen zur Grün-
ung eines deutschen Bauerndorfes nach
‚änkischem Recht, Eine weitere Hufe kam
ıs Weide hinzu, und eine erhielt der Ka-
ellan_als Abgeltung für seine Bemühun-
en um die Aussetzung. Jede 6. Hufe war
rei, sie erhielt in der Regel der Lokator,
azu eine Schenke, eine Mühle an der
Jodnitz, eine Brot- und eine Fleischbank
3ank — Verkaufsladen). Der Gründer
ines Bauerndorfes stand also nach einst-
reiliger Beendigung der Einrichtungsar-
eiten nicht mit leeren Händen da, zudem
zurde er noch Gerichtsherr in seinem
Jorfe und damit Vertreter des Herzogs,
zw. des Abtes. Weil die Kolonisten die
iedlung in den Wald hineinschlagen muß-
an, blieben sie 15 Jahre lang abgabenfrei.
n der Urkunde wird ein Name des Ortes
icht genannt, weil er vermutlich noch
Äicht festlag. Es handelt sich aber mit Be-
timmtheit um Scuenenvalde, Ssonwald
der später Schönwald bei Gleiwitz.
Veitere Neugründungen oder Ansiedlun-
en im Anschluß an bereits vorhandene
lawische Orte folgten, und so wurde das
<loster Rauden zu einem Mittelpunkt deı
eufschen Besiedlung in Südoberschlesien.
ıls am 30. Mai 1274 Papst Gregor X. die
ufstrebende Zisterzienserabtei in den
ichutz des hl. Petrus nahm, wurde diese
‚ereits von einem Kranz blühender deut-
ıcher Dörfer umgeben. -
Von polnischer Seite wird heute oft und
nehr laut als überzeugend diese groBßar-
ige Besiedlungsaktion als Raub „uraltpol-
ıischen“ Bodens durch Germanische Ein-
'ringlinge bezeichnet. Wir wissen, daß im
z;egensatz zu den polnischen Expansions-
'estrebungen der Neuzeit die Initiative zu
‚er deutschen Besiedlung des Ostens im
Aittelalter nicht von westdeutschen Ele-
ıenten, sondern von weltlichen und gei-
ligen Fürsten in Schlesien, Oberschlesien
sw. ausging, Die Deutschen wur-
enim13.JahrhundertinsLand
‘'ebeten. Hierzu eine beachtenswerte
timme:
„Es blieb (nach dem Mongoleneinfall von
11) nur ein einziger Ausweg, nämlich der,
om (deutschen) Ausland Bevölkerung,
Capital und Arbeit herbeizuführen. — Eine
nassenhafte Kolonisation des Landes
‚urch fremde (deutsche) Einwanderer ge-
ang vortrefflich. In kurzer Zeit wurden
Ne eingeäscherten Städte aufgebaut und
Die Vergangenheit „aufarbeiten“?
Vorspanndienste für den Bolschewismus
Schon der Vorspann des Films ist mit
iner Szene unterlegt, von der sich die Re-
je offenbar einen „Knüller“ versprach:
jiner der zum Tode verurteilten Nürnber-
er Angeklagten bekommt von Soldaten in
merikanischer Uniform eine schwarze Ka-
uze über den Kopf gezogen und den Strick
m den Hals gelegt. Der Ruck, mit dem
ich das Henkerseil strafft, wenn der Kör-
er fällt, läßt selbst nervenstarke Kino-
esucher zusammenzucken. Sie wissen nun.
‚as sie an „harten und schonungslosen
ilddokumenten“ zu erwarten haben. Ihre
rwartung wird nicht enttäuscht, die
‚reuel sind mit raffinierter Gruselfilm-
.ınst aneinander und aufeinander gehäuft,
ad den Kommentar dazu spricht Herr
/illke-Voluntas persönlich! Diese gespen-
ische‘ Kombination von NS-Greueln mit
er erläuternden Stimme eines ehemaligen
‚S-Propagandisten treibt den Zuschauern
je Gänsehaut über den Rücken. Man
laubt, einen Alptraum zu träumen.
Willke-Voluntas kommentiert im Stile
‚nes Richters und Mahners die Greuel-
ıten eines Regimes, dessen williges Werk-
eug und dessen eifriger Propagandist er
var! Das ist mehr, als man vertragen
'ann.
Kaum mehr als etliche vierzig Besucher
;aaßen in dem kleinen Vorstadtkino, als der
rilm begann; am Ende waren es nurmehr
lie Hälfte. Die Kellerstille des fast leeren
Zuschauerraumes wirkte wie Todesschwei-
zen, und obwohl die im Saal Verbliebenen
vußten, daß draußen die Sonne schien,
raß sie das Grauen, das aus Bild und
Wort auf sie eindrang. Und quälend stieg
n ihnen die Frage auf: Gibt es in der deut-
schen Geschichte nur dies verbrecherische,
zestorbene Gestern? Gibt es kein Licht,
cein Heute, kein Morgen? Nur dies kalte
Nichts, diesen von geschäftsgierigen Hän-
jen durchwühlten Leichnam eines Molochs,
jer den Idealismus und die besten Kräfte
jes deutschen Volkes verschlang und mit
hnen der anderen europäischen Natio-
en...
Die Frage wurde peinigender, je weiter
jer Film rollte, zurück in das blutigste
ınd dunkelste Kapitel der Vergangenheit,
ınd sie verdichtete sich schließlich zu dem
stummen Aufschrei: Kann man so dieses
jüstere Kapitel überwinden, kann man so
jen Fluch bannen? So in der Manier eines
Scheußlichkeiten-Panoptikums mit der
narktschreierischen Einladung: „Treten
Sie ein, meine Herrschaften, Sie sehen hier
Greuel und Abnormitäten, die Ihnen den
Atem verschlagen werden! Eintritt nur
zwei Mark, Kinder und Krüppel die
Hälfte . . .!“
teleistet. Sein filmisches „Dokumentar-
verk“ erweist sich als ein Machwerk, dem
ceine von Verantwortung beseelte erzie-
ıerische Wirkung, sondern eher deren Ge-
‚enteil innewohnt. Er hat in Schaubuden-
Aanier auf einen Kassenschlager speku-
ert, auf die Sensationslust des Publikums.
‚ie Spekulation erwies sich jedoch als
alsch, Das Publikum will sein Panopti-
'um nicht betreten, die großen Lichtspiel-
‚auser haben den Film bald abgesetzt, und
un rollt er in Vorstadtkinos vor halb-
ı»eren Sesselreihen. Der -— trotz allem
‚och gesunde — Instinkt des Publikums
träubt sich, dieses Geschäft mit dem Un-
lück und der Schande eines Volkes anzu-
ehen und dafür auch noch Eintrittsgeld zu
'‚ezahlen.
*
Man müsse die Vergangenheit „auf-
‚rbeiten“ schrieb kürzlich ein leitartikeln-
ler Kollege von Willke-Voluntas im Zu-
Aammenhang mit dem Fall des nach Ägyp-
an geflüchteten KZ-Arztes Eisele. „Auf-
rbeiten“ — welch ein terminus technicus
ür eine geschichtliche Aufgabe, die sich
ıur durch positive Überwindung lösen
äßt! Aufarbeiten — diese Definition eines
u bewältigenden Vorganges führt in die
Jachbarschaft der Bezeichnung „Aus-
chlachten“: ein Metzger oder ein Anatom,
ler einen Leichnam zerhackt, in seine Be-
tandteile zerlegt und schließlich nach ge-
ıner Arbeit das Blut und die grausigen
Yberreste aufwäscht!
Jochen Willke-Voluntas hat sich in sei-
ıem „aufregendsten und umstrittensten
Jokumentarfilm dieser Zeit“ (so im Pro-
ırammheft angekündigt) an das Rezept des
Aufarbeitens“, richtiger: des Ausschlach-
ens gehalten. Und er ist geschäftstüchtig
renug, die Leichenteile auch zum Verkauf
ınzubieten.
w
Wem es ernst ist mit der Überwindung
er nationalsozialistischen Vergangenheit,
‚er muß gegen diese Art von skrupellosem
‚eichenfleddertum, gegen dieses Geschäft
it der Schande protestieren.
Darf man die Aufgabe, geschichtliche
:huld und Verirrung erzieherisch deut-
ch zu machen, Leuten überlassen, deren
‚eschäft es ist, die Schlafzimmergeheim-
isse von Filmstars, die Eheskandale ge-
.rönter und ungekrönter Häupter, die Me-
noiren von Lustmördern und dergleichen
ıehr mit wollüstiger Akribie in illustrier-
ın Boulevarderzeugnissen breitzuwalzen?
‘ür die nur und ausschließlich die mit al-
en Mitteln hinaufzutreibende Auflagezif-
er, das Geschäft, die Sensation maßgebend
;t? Wird in ihren Händen die national-
X
Nein, so geht es nicht! Mit diesem Film
‚Wiederaufgerollt: der Nürn-
berger Prozeß“ hat Herr Jochen
Nillke-Voluntas, derselbe Willke, der als
Skribent einer NS-Gauzeitung den „Füh-
rer“ kriecherisch verherrlichte und der
j3ich nach 1945 plötzlich in einen wilden
Intnazifizierer verwandelte, keinen Bei-
rag zur Überwindung des „Hitler in uns“
'egelmäßige Einnahmen an Zehnten und
Jins zu. Papst Gregor X. erteilte 1274 die
ırlaubnis, daß das Stift von seinen damals
chonm recht umfangreichen Besitzungen
ıicht nur den alten, sondern auch den Neu-
‚ruchzehnten erheben durfte, Nicht alle
ichenkungen verblieben beim Kloster, Am
. März 1303 schenkte Herzog Przemisl von
katibor dem Kloster neun Fleischbänke
a Sohrau. Bereits 1316 verkaufte Abt Ni-
;olaus vier Bänke an die Dominikanerin-
ıen in Ratibor und ließ sich die verbliebe-
ıen fünf von dem neuen Herzog sicher-
‚eitshalber nochmals bestätigen. Kaum be-
aß er die Urkunde, überließ er am 23. De-
‚ember 1317 weitere vier Fleischbänke dem
Fräulein (soll wohl heißen „Stiftsfräulein“)
Ifika (serenissime domicella Ofce sorori
dinis beate Dominici aput Rathybor).
Eine besondere Abgabe jener Zeit war
ler Kuttelzins, eine Besteuerung der Ein-
zeweide des Schlachtviehs. Wir würden ihn
wohl heute als Schlachthausgebühr-bezeich-
ıen. Das Kloster Rauden bezog erhebliche
Einnahmen hieraus.
Neben Verkäufen fanden auch Tausch-
aıaandlungen statt, die vermutlich in einer,
‚ür das Kloster ungünstigen Lage von
Schenkungen ihre Ursache hatten.
Etwa um die
Mitte des 14. Jahrhunderts war der Höhe-
punkt des Wohlstandes
ler Zisterzienserabtei an der Ruda er-
reicht. Von diesem Zeitpunkt an beob-
achten wir einen langsamen aber stetigen
Rückgang. Das vormals so hoch im Kurs
stehende Ansehen war geschwunden. Von
allen Seiten wurden Bestrebungen, Besitz-
stand und Einkünfte des Klosters zu min-
lern, bemerkbar. So nahm der Herzog von
Auschwitz dem Kloster einige Dörfer ab.
iber deren rechtmäßigen Besitz keine Ur-
sunden, die wohl zu den verbrannten ge-
ıörten, vorhanden waren. Der Convent
vandte sich hilfesuchend nach Rom. Und
‚un begann eine Komödie, die ganz ein-
ljeutig die Hilflosigkeit kirchlicher Stellen
n jener Zeit zeigt. Der Papst beauftragte
len Dechanten von Oberglogau «mit der
tiegelung, dieser leitete die Angelegenheit
n den Probst von Oppeln weiter. Letzte-
er entschied nach eingehender Untersu-
hung gegen den Herzog. Doch dieser
techtsspruch scheint ebensoviel Wert be-
essen zu haben, wie der bekannte Ent-
"hluß der Mäuse, der Katze eine Schelle
mzuhängen. Die Macht des Herzogs war
rößer als jeder Rechtsspruch, und wer
allte ihn zwingen? Papst Urban V. be-
uftragte 1364 den Abt von Jendrzejow mit
er Durchführung. Dieser kluge geistliche
Vürdenträger unternahm das einzig Mög-
ıche, nämlich nichts. Der Herzog saß ihr
n Genick, und Rom war weit. Wohl konn-
a der Papst den Herzog bannen und die
Intertanen von der Pflicht des Gehorsams
‚efreien. Aber Rom war mit diesen Maß-
‚ahmen sehr vorsichtig geworden, denn
7zas nützte der schönste Bannstrahl, wenn
er Herzog seine Durchführung mit welt-
‘cher Macht vereitelte? So blieb alles wie
s war. Erst Jahrzehnte später, am 19, Ja-
uar 1445 begann eine in deutscher Spra-
he gehaltene Urkunde mit den Worten:
„Wir Przemislaw von gotes gnaden herc-
ug vnd herre czu Oswanczym (Auschwitz)
a,
Hierin bestätigte der Herzog, daß er
arkauft
„dem wirdigen hernn Niclas Apt zum
'awden unsern Caplan vnd getreuen lie-
en vnd deme ganczen Conuent doselbi-
jen das do itezund ist adir hernochmols
mmer werden mag, vnser furstliches
birstrecht Inne vnd vff den guttern vnd
‚orfern Lodwigsdorf vnd Petirsdorf in
nserm Zeywisschen (Saybusch) weigbilde
elegen Mit allen vnd iczlichen derselben
'orfer und Gutter Czinslewten, Czinsen
SW. usw.“
Damit hatte Abt Nikolaus von Rauden
ınen Strich unter einen Streit gezogen,
en er nicht begonnen. Er kaufte die ge-
ıubten Dörfer einfach zurück,
Der Händel mit dem Herzog hatte kaum
egonnen, als sich am 2. Februar 1384 die
'leischer von Ratibor weigerten,
em Stift Rauden die fälligen acht Mark
Cuttelzins zu zahlen, (Die mittelalterliche
Tark ist nicht zu verwechseln mit der
eutigen Einheitswährung. Eine Mark
‚ilber = !/ Pfund Silber.) Sie begründeten
are Weigerung damit, daß mit dem Ver-
auf des Schlachthauses auch die darauf
üühenden Lasten von dem neuen Eigen-
ümer getragen werden müßten. Am 9. Ok-
ober 1385 entschied der bischöfliche Of-
zial Nicolaus von Freiberg gegen die
leischer,
Auch die Bauern rührten sich, Sie
vollten keinen Zehnten vom MHeidkorn
ozialistische Vergangenheit, die es mit er-
ieherischer Verantwortung darzustellen
.nd zu überwinden gilt, nicht zu einem
[andelsobjekt ähnlich den schamlos aus-
eschlachteten Sexual- und Skandal-
eschichten? Wird auf diese Weise nicht
‚er gegenteilige Effekt einer erzie-
‚erischen, reinigenden Wirkung hervorge-
ufen ...?
Geschäftsgier und subversive politische
bsicht reichen sich die Hand.
Gleichsam als aktuelle Untermalung zu
em MNürnberg-Film hat eine gewisse
resse den Fall des KZ-Arztes Eisele zum
/illkommenen Aufhänger genommen, um
ut der (von Pankow lancierten!) Devise
der größte deutsche Justizskandal deı
‘achkriegszeit“ ein Kesseltreiben gegen
as bayerische Justizwesen zu veranstal-
an. Noch rumort, wenn auch nicht mit
em erhofften innen- und außenpoliti-
chen Knalleffekt, die von außerparlamen-
arischen (sprich: östlich gesteuerten) Kräf-
an hochgepeitschte Atomtod-Kampagne in
‚er Bundesrepublik, und schon wird, so
heint es, von den gleichen zwielichtigen
ıräften eine neue Aktion angeheizt. Sie
ielt in ihrer hintergründigen Absicht dar-
uf ab, mit dem Nachweis der „nazistischer,
Jerseuchung“ die Bundesrepublik bei
hren westlichen Bündnispartnern zu dis-
creditieren. Man will das Mißtrauen ge-
en die Deutschen anfachen. Den Profit
/zürde Moskau einstreichen, in dessen ge-
‚eenüber der freien Welt geübte Diver-
ionstaktik die Atomtod-Kampagne ebenso
usgezeichnet paßt, wie die nun entfesselte
i{exenjagd gegen die angebliche, in Wirk:
ichkeit tendenziös maßlos aufgebauschtt
azistische Gefahr in der Bundesrepublik.
Daß KZ-Bestialitäten ihre Sühne finden
‚üssen, steht außer Frage. Mörder und Sa-
isten gehören vor Gericht! Verdächtig
ber ist, mit welchen Skandalmethoden
laraus ein Politikum gemacht wird! Ver-
inzelte Blätter im Westen haben den
hnen zugeworfenen Ball bereits aufgefan-
/en. Mit Berufung auf die „Enthüllungen“
UNSER OBERSCHLESIEN
nenr entrichten, Abt Peter erreichte über
len Bischof von Leslau einen Vergleich.
Streit entstand auch wegen des Zehnten
son Jankowitz und Klein Rauden, Am
6. Februar 1392 wurde er für das Stift ent-
chieden. — Obwohl dem Kloster Rauden
'on Herzog Wladislaus ausdrücklich die
Yberrechte, d. h. das herzogliche Recht,
ber Matzkirch, Dobroslawitz und Schön-
vald verliehen worden war, wurden „die
ırmen lewte von Matiskirch“ durch herzog-
che Frondienste bedrängt. Herzog „Con-
ad der Weisse von gotis gnaden herczug
ı slezien und herren zur Kozel etc.“ ver-
uchte die Not durch Urkunde vom 27. De-
amber 1408 zu lindern, indem er die Dien-
€ durch ein Jahrgeld ablösen ließ.
„Przemek, von Gottes gnaden Hertzog zue
‚schwentim vnndt Tuost (Tost)“ verkaufte
m 22, April 1459 „vnseres Fürstl. Ober
techt Erbeigenthumblich auff dem Dorff
)ber Schönwald genandt vndt auff den
weyen Hufen Ackers, so auch vnter vns
ıit Ober Recht gehören“ an den „Ehren-
‚esten Ritter Petro Smolke“, obwohl es
am gar nicht gehörte, Dieser Willkürakt
and seine Bereinigung darin, daß Ritter
jmolke (auch Smolka) von Blazejowitz
eine erworbenen Rechte dem Kloster
iauden zurückgab. Der, im Gegensatz zu
einem Herzog, rechtschaffene Mann
chrieb: „Weilen ich aber vermerket habe,
‚aß Ich dieses wider Gottes gerechtigkeit
sehalten, wodurch mein gewießen be-
chwerdt wahr, habe Ich es hienwiererumb
em Ehrwürdigen Herren Petro Abte vndt
ıen gantzen Convent zue Rauden, alß
rahrhafftigen Erben baldt von auferba-
"ung des Closters abgetretten usw.“
Hieraus geht die Rechtsunsicherheit in
jeser Zeit klar hervor, aber auch die Tat-
ache, daß das Amt eines Abtes von Rauden
ein beneidenswertes war,
Das Kloster lag an der Straße nach Op -
eln, welche für die damalige Zeit recht
:bhaften Verkehr aufzuweisen hatte, und
rar, wie bereits erwähnt, trotzdem nicht
‚efestigt. So ist anzunehmen, daß Hussiten-
‚Uürme im 15 Jahrhundert und der Dreißig-
dhrige Krieg nicht spurlos an ihm vor-
‘'bergegangen sind. Auch die Reformation
‚es 16, Jahrhunderts wird ihm manchen
chaden zugefügt haben. Die Urkunden
:hweigen hierüber. Der dichte, für den
’remden z. T. unwegsame Wald bot den
Iönchen gar manches Mal in diesen un-
uhigen Zeiten Zuflucht. Immer wieder
ber kehrten sie zurück und bauten auf,
as zerstört worden war. Erst nach Be-
ıdigung des großen Krieges entschloß sich
bt Andreas Emanuel zu einem großzügi-
»n Auf- und Umbau des Klosters, der
‚71 begonnen wurde. Durchgeführt wurde
r von dem fürstbischöflichen Maurermei-
;er und Architekten Melchior Werner
us Neisse. Für die Bauleitung erhielt er
eben freier Verpflegung in der Woche €
cei Taler und drei Quart (1 Quart etwa
/s Liter) Bier. Der Polier oder Werkge-
3]l bekam Speise und Trank und wöchent-
ch zwei Taler, jeder Maurer täglich 10
öhmen und der Handlanger 4 Böhmen,
bwohl 1000 Ziegeln nur 24 Groschen ko-
teten, beliefen sich die Gesamtkosten auf
und 7000 Gulden. Da das Kloster nebenher
‚uch einen massiv silbernen Abtstab und
ine besonders schwere stark vergoldete
Tonstranz anschaffen konnte, muß sich sein
3Zesitzstand recht schnell wieder gehoben
ıaben, Der Gesamtbau und die kostbare
ınd künstlerisch wertvolle Inneneinrich-
ung wiesen die damals zeitgemäßen Ba-
ockformen auf. Beendet wurde der Neu-
‚au im Jahre 1680 durch Abt Josef I. In
‚jesem Jahre war der Maurermeister Karl
ioth aus Quarghammer Bauführer. Der
ıÖölzerne Glockenturm brannte bald ab und
ıb£ Josef II. veranlaßte den Bau eines
1assiven Turmes. .
Mit der Säkularisation der geistlichen
tüter im Jahre 1810 wurde die altehrwür-
ige Zisterzienser-Abtei Rauden mit dem
JIerzogtum Ratibor vereinigt. Erster Be-
itzer war der Landgraf von Hessen-Ro-
henburg. Als dieser 1834 starb, ging das
ırbe in die Hände des Prinzen von Hohen-
»he-Schillingsfürst über, der auch Herzog 4
on Ratibor und Fürst von Corvey war.
Jas Klostergebäude wurde zum Schluß um-
ebaut, die Stiftskirche der Pfarrgemeinde
ur Verfügung gestellt.
538 Jahre hatten die Zisterzienser in
‚auden gewirkt, den Boden urbar gemacht
Ad mit Hilfe deutscher Kolonisten das
‚and nicht nur besiedelt, sondern es auch
ıem deutschen Kulturkreis zugeführt. Sie
ıatten keinen Dank geerntet und wohl
ıuch keinen erwartet. In der Geschichte
ınserer oberschlesischen. Heimat aber ha-
ıen sie sich einen würdigen Platz gesichert.
H.Aschmann
yundesdeutscher Presseorgane warnen sie
lavor, den Deutschen zu viel Vertrauen
u schenken. Die Propaganda des Ostblocks
‚eruft sich ebenfalls auf die Zeugenschaft
.‚ewisser westdeutscher Blätter, indem sie
as „Adenauer-Regime“ als „nazistisch“,
militaristisch“ und „aggressiv“ „entlarvt“.
Wie im Nürnberg-Film, wird auch im
all Eisele die Methode des Ausschlachtens
raktiziert. Man provoziert, anstatt sach-
ch und mit verantwortlichem Ernst den
all zu prüfen, einen Skandal, stellt Be-
auptungen auf, die man später als irrig
urückziehen muß. ohne darüber auch nur
ıit der Wimper zu zucken, behauptet im
leichen Atemzug neue Unbewiesenheiten
—- und schließlich ist der Rummel da, den
aan entfesseln wollte. Schlagzeilen, Leit-
rtikel, Kundgebungen, Resolutionen —
nd nur die wenigsten wissen, wohin die.
leise wirklich geht.
So 1aßt sich weder die Vergangenheit
‚ufarbeiten“ noch die Gegenwart im
.inne einer freiheitlich demokratischen
'rdnung stabilisieren. Auf diese Weise.
ird vielmehr das nationalsozialistische.
‚,eichengift zu geschäftlichen und subver-.
‚ven politischen Spekulationen verwendet.
ensationsmache, Skandalmethoden und
[exenjagden dienen nicht der demokrati-.
hen Erziehung, sondern erwecken nur
as berechtigte Mißtrauen — vor allem der-
ugend! — in die Motive eines Manager-
ıms, das sich anmaßt, die Geißel zu
hwingen, anstatt sich selbst zu züchtigen,
Wir sehen uns einer erlogenen und einer
.hten Gefahr gegenüber, Die erlogene ist
ie, die die Sensationshändler an die Wand
ıalen, um ihr eigenes zerstörerisches Wir-
an zu rechtfertigen; die echte Gefahr sind
.„e selbst. Die Geschäftemacher ebenso
‚ie die Geister des Nihilismus, die dem
‚olschewismus Vorspanndienste leisten,
ıdem sie die moralischen, geistigen und
‚taatspolitischen Grundlagen unterwühlen,
uf denen unser Gesellschaftssystem ruht.
Mr