Unser Oberschlesien
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Tekst omawia wydarzenia i sytuacje społeczne związane z Górnym Śląskiem w kontekście powojennym, w tym kontrowersje wokół powrotów emigrantów, historyczne napięcia narodowe oraz aktualne wyzwania polityczne i społeczne.
Górnośląski powstaniec. Trybuna Robotnicza wypuściła kota z worka
Teofil Krysiewicz z Haselgrund (Żernica) w powiecie Tost-Gliwice jest wychwalany przez „Trybunę Robotniczą” jako zasłużony „górnośląski powstaniec”, jako „szerzyciel polskości” na Górnym Śląsku itd. Chodzi o to, że odpowiedni urząd nie chce teraz przyznać mu na własność gospodarstwa rolnego, do którego wprowadził się w marcu 1946 roku.
Nas w tej historii interesuje tylko, że ten „górnośląski powstaniec” pochodzi z Warszawy, w 1921 roku walczył z bronią w ręku podczas „powstania górnośląskiego”, a w 1945 roku wrócił na Górny Śląsk, by „szerzyć polskość”. Rzeczywiście, to drobna, sama w sobie nieistotna, ale bardzo wymowna notatka.
Polska prasa, z „Trybuną Robotniczą” na czele, chce wmówić światu, że górnośląski lud w 1921 roku chwycił za broń, aby powstać przeciwko „pruskiemu uciskowi”. My twierdzimy i udowodniliśmy (por. „Unser Oberschlesien” nr 9/1956 — „Za kulisami polskich przewrotów na Górnym Śląsku”), że te tak zwane „powstania” były dobrze przygotowanymi zbrojnymi polskimi napadami na bezbronną niemiecką część Górnego Śląska. Dlatego interesujący jest ten „górnośląski powstaniec”. A pod czyim kierownictwem ma ten warszawiak szerzyć polskość na Górnym Śląsku, skoro na Górnym Śląsku mieszkają tylko Polacy przybyli z Polski i Górnoślązacy, którzy według dogmatu Trybuny „Kto jest Górnoślązakiem, ten jest Polakiem” — chociaż od setek tysięcy lat są Polakami? — Tutaj znowu „Trybuna Robotnicza” wypuściła kota z worka.
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Einzelpreis DM 0,60
Verlagsort Wiesbaden
Heimatgruppe Bielitz- Biala
in der Pafenstadt Lippstadt | Ausgabe B
Heimatstube- Rathaus... "
X
AM ENT FHIT ET AE Beskidenbriefen
Drgan der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V. - Bundesverband
——_
=
Bonn/Rhein - 9. Jahrgang - Nummer 8 vom 16. April 1959
Kehrseite einer „Tragödie“
Blamabler Reinfall der „Trybuna Opolska” — Die „glückliche“ Rückkehr der Familie
Kubisch aus Heydebreck ins polnische Paradies — Die Wirklichkeit sieht aber anders aus
Schleppzug. vor der Schleuse Krappiiz OS
Unter „Enttäuschte Spekulanten“ wurde
N „UNSER OBERSCHLESIEN“ Nr.7 von
ler Rückkehr der Spätaussiedlerfamilie
Kubisch nach Heydebreck, nach-
lem sie in Oldenburg „so schwer ent-
täuscht“ wurde und „dem Hungertode
nahe“, unter dramatischen Umständen die
Heimreise antreten mußte, berichtet.
Triumphierend griff die „Trybuna O-
dolska“ in ihrer Nr. 43 vom 20, 2. 59 die
Angelegenheit auf und machte sie zu ei-
ıem „Fall Kubisch“. Das war einmal ein
süßer Bissen für die alte zahnlose Kaf-
leetante unter den polnischen Gazetten
Dberschlesiens. „Kein ‚Volkswagen’, kein
Hubschrauber’, sondern Hunger und
Zlend erwarten Euch in der deutschen
3undesrepublik“, höhnte sie. „Fragt nur
"rau Kubisch aus Heydebreck!“ Die aber
schmierte indessen den nachrichtenhungri-
gen, gutgläubigen Berichterstatter mit dem
?seudonym „Jerzy Opolski“ gründlich an.
Jnd seine Zeitung sparte nicht an Drucker-
schwärze, aber — — — es wurde ein
zeinfall. „O si tacuisses,. philosophus man-
sisses!“ (Hättest Du geschwiegen, - wärst
Ju ein Philosoph geblieben!) ;
Die Wahrheit, liebe „Trybuna Opol-
ska“, läßt sich nur für kurze Zeit unter-
ärücken. Und hier ist sie‘ *
Frau Therese Kubisch, geb. Scheja, kam
am 25. August 1958 mit fünf Kindern und
zwei Enkelkindern über Friedland in das
Flüchtlingslager Oldenburg-Donnerschwee,
Lager Alexanderstraße 314. Es handelte
sich hierbei um den normalen Weg. Nach
Auskunft der Stadt Oldenburg, Amt für
Vertriebene vom 25, 3. 59 sah die „Tra-
gzödie“ der Familie Kubisch etwas anders
aus, als sie von der „Trybuna Opolska‘
dargestellt wurde.
Eszahlten:
', Das Sozialamt der Stadt Ol-
denburg an Fürsorge 615,60 DM
und an Rückführungskosten 485,80 DM
', Das Ausgleichsamt an Haus-
ratsentSchädigung 3800,— DM
\, Das Arbeitsamt .
a) für Sohn Adolf . 77,20 DM
b) für Tochter Rita 297,40 DM
Zusammen: 5276,— DM
Außerdem erhielt die Familie Kubisch
beachtliche Zuwendungen von der Katho-
‚ischen Kirche, dem Caritasverband, dem
Deutschen Roten Kreuz und von privater
Seite.
Mit dürren Worten gesagt: Frau Ku-
3isch graste alle bundesdeutschen Weiden
2Jlanmäßig ab und als sie hiermit am
Ende war, kehrte sie dem „Land des
Elends und des Hungers“ den Rücken, um
ı1ach Oberschlesien zurückzukehren, denn
‚In Polen ging es uns gut!“ Ob aber die
?olen der Frau Kubisch auch 5276,— DM
yleich rund 52 760,— Zloty an den Hals ge-
worfen haben?
Die Szene vor dem Einwohner-Melde-
ımt Oldenburg ist natürlich, wie auch die
ibrigen Darstellungen, reines Phan-
‚asieprodukt. Die Stadtverwaltung
Dldenburg, für deren Bemühungen ich
ıuch an dieser Stelle danke, konnte we-
ler einen „sommersprossigen“ Beamten
ıoch Angestellten ermitteln, der Frau Ku-
»>isch versichert hätte: „In Polen werden
Sie erschossen, verstanden?“ Das Abmel-
Jeformular füllte Frau Kubisch selbst aus
Es handelt sich hier um einen bedau-
»rlichen Einzelfall, der keineswegs verall-
zemeinert werden sollte. Wir wissen, wie-
viel brave und anständige Menschen ge-
trieben von der Sehnsucht nach Deutsch-
land und nach einem lebenswerten Da-
sein in Freiheit als Spätaussiedler zu uns
:ommen. Das darf uns aber nicht nın-
lern, von Kreaturen abzurücken, welche
ınser Ansehen beschmutzen und allen um
‘ie Neugründung einer Existenz ringen-
en Oberschlesiern das Leben durch ihr
"erhalten erschweren.
in Polen ging es uns gut!“ und „Wir
ıaben Glück, daß wir zurückkommen
onnten!“, sagte angeblich Frau Kubisch
u dem Berichterstatter der „Trybuna
)polska“. Sagte sie es wirklich???
Im Februar 1959, also genau zur selben
'eit, als die „Trybuna Opolska“ unter
Reisen bildet“ ihre höhnenden Zeilen
iber die Zustände in der Deutschen Bun-
lesrepublik schrieb, stellte Frau Therese
Xubisch, geb. Scheja. aus Heydebreck für
ich und ihre Kinder Rita, Adolf, Georg
ınd Renate erneut den Antrag auf Ein-
'eise in das deutsche Bundesgebiet und
»at um Übersiedlung nach Oldenburg,
«Jexanderstraße 314. Liebe „Trybuna Opol-
ka“, wassagstDunun?
Ein Trost für Dich, liebe Zeitungstante:
Jas Vertriebenenamt der Stadt Olden-
yurg in Oldenburg hat die Wiederauf-
ıahme der Familie Kubisch abgelehnt.
Darauf einen besonders scharfen Wodka!
Peter Zander
Zur Genfer Ost-West-Konferenz
Entsendung von Vertretern der Vertriebenen-Verbände wäre angebracht
‚.naligen sowjetrussischen Ministerpräsij-
lenten.
Jetzt fährt er allein als der einzig ent-
‚heidende Mann der Sowjetunion auf die
'‚ommende Konferenz.
Wenn man diese Dinge in Betracht zieht,
) wird man mit Sicherheit erwarten
Önnen, daß das Außenminister-Treffen
ıöchstens „vorbereitenden Charakter“, von
owjetrussischer Sicht aus gesehen, haben
vird. Chruschtschew wird sicher seinen
\ußenminister Gromyko am kurzen und
traffen Zügel führen. Er hat dieses kürz-
ich schon angekündigt, indem er in seiner
ft sinnbildlichen Art sagte: Die kom-
2ende Außenminister-Konferenz in Genf
leiche einem Treffen, bei dem sich die
3eteiligten zwischen Blöcken mit harten
ınd scharfen Ecken bewegen müssen. Wie
eicht kann es geschehen, daß man sich
TEST IT IT IT IT
Wir schreiben zwar noch April, aber
nsere Gedanken müssen sich jetzt schon
‚aturgemäß auf die im Mai beginnende
Lonferenz von Ost und West in Genf
ichten. Noch ist es nicht so weit, daß,
oweit dieses’ in der Öffentlichkeit über-
ıaupt möglich ist, sich eine klare Über-
icht über die Grundpositionen von West
'nd Ost für Genf ergeben hat.
Gewiß, in den wichtigsten Fragen weiß
nan, worum es geht, aber es muß noch
„ B. abgewartet werden, in welcher Form
lie westliche Welt ihre Verhandlungs-
;rundlagen endgültig festlegen wird.
Vor allem muß aber darauf hingewiesen
‚erden, daß man auf die Konferenz in
jenf keine zu großen Hoffnungen im
)inne der Herbeiführung endgültiger Ent-
cheidungen setzen soll. Vergessen wir
nicht, daß das eigentliche Ziel von Chru-
chtschews Außenpolitik in den letzten
ahren die Herbeiführung eines Gipfel-
reffens gewesen ist. An dieses Ziel ist
r, man kann das nicht anders sagen, mit
‚roßer Zähigkeit und Erfolg herangegan-
‚en. Dieses Gipfeltreffen wird nun statt-
inden. Zwar würde Chruschtschew es
icher am liebsten sehen; wenn er ein
olches Treffen mit den Amerikanern
Nein durchführen könnte. Ihm schwebt
ler Wahrscheinlichkeit nach vor, eine
'eilung der Welt mit den USA auszu-
‚andeln, wobei es ihm klar ist, daß die
r"erbündeten 'der USA bei einem solchen
"ersuch von ihm als störende Elemente
mpfunden werden müssen.
Trotz dieses „Schönheitsfehlers“ ist aber
ınd bleibt die Gipfelkonferenz aus vielen
iründen ein Hochziel, dem, wie gesagt,
r näher gerückt ist. Seinem Charakter
ntsprechend wird er sicher versuchen
ieser Gipfelkonferenz eine möglichst
'roße Bedeutung zuzumessen und alles
jazu zu tun, um seine Beteiligung am
'reffen mindestens in der Sowjetunion
nöglichst groß herauszustellen. Vergessen
vir nicht, daß Chruschtschew 1955 schon
n Genf beim damaligen Treffen der Gro-
jen anwesend war, aber sozusagen nur
n der Begleitung von Bulganin, des da-
Eine notwendige
Dr. Adenauer, Kandidat für das
Entscheidung
imt des Bundespräsidenten
Nvp) Als am späten Nachmittag des
. April bekannt wurde, daß Bundeskanz-
er Dr. Adenauer dem an ihn herange-
ragenen Ersuchen entsprochen hat, bei
‚er bevorstehenden Wahl zum Bundes-
‚räsidenten zu kandidieren, ist eine Ent-
cheidung gefallen, die um so notwendi-
jer war, als noch niemals. seit dem Be-
tehen der Bundesrepublik Deutschland
‚ljeser freiheitliche Staat so gefährdet war
vie jetzt. Zwar ist schon oftmals — viel-
eicht sogar etwas zu oft — davon die
tede gewesen, daß die internationale
‚age zu ernsten Besorgnissen Anlaß gebe,
.ber es wurde doch jedem, der die jüng-
ten Geschehnisse und Entwicklungen mit
\ufmerksamkeit verfolgte, deutlich, daß
lie Stunde der Bewährung für die junge
ljeutsche Demokratie herannaht. Gerade
n diese Zeit aber fällt der verfassungs-
näßige Wechsel im höchsten Amte der
3undesrepublik, und es galt, dafür Sorge
u tragen, daß nicht nur weitere Aus-
inandersetzungen um. die Kandidatur für
lieses Amt vermieden, sondern zugleich
lie Voraussetzungen für einen Ausgleich
'on Gegensätzen geschaffen würden, die
'erade auch im Hinblick auf die außen-
olitischen Fragen entstanden.
Es ist mit Recht darauf hingewiesen
vorden, daß es nunmehr vornehmlich dar-
‚m gehe, das Staatsbewußtsein an sich
u stärker. Dazu ist es unerläßlich, daß
j@ie Autorität des Amtes des Bundespräsi-
jenten gestärkt wird. Demgegenüber ist
lie Frage, welche Veränderungen sich in
{er Bundesregierung ergeben werden, von
ninderer Bedeutung, zumal kein Zweifel
ljaran bestehen kann, daß auch hier die
Sontinuität der Politik gewahrt bleibt,
jicherlich sind nach dem Grundgesetz
jem Präsidenten der Bundesrepublik vor-
‚ehmlich repräsentative Aufgaben vorbe-
‚alten, aber bereits der amtierende Prä-
ident, Prof. Dr. Heuss, hat kraft der
Vürde ‘nicht nur seines Amtes, sondern
einer Persönlichkeit das öffentliche Le-
‚en in Westdeutschland weithin mitge-
;:taltet und . nachhaltig beeinflußt. Dies
vird in Zukunft zumindest im gleichen
\usmaße der Fall sein, und eben diese
jewißheit dürfte ein wesentlicher Grund
ljafür gewesen sein, daß das Wahlgremium
ler größten Regierungspartei Dr. Aden-
uer die Kandidatur für das Amt des
i‚undespräsidenten antrug.
Nicht nur im In-, sondern auch im Aus-
ınde hat die Annahme dieser Kandida-
ır durch den Bundeskanzler Überra-
chung ausgelöst, wobei sogleich die Frage
‚rörtert wurde, ob eine Fortdauer oder
‚ine Verminderung des Einflusses Dr.
\denauers auf die „aktive Politik“ zu er-
zarten stehe. In England neigt man of-
‚enbar zu der Auffassung, daß das letztere
ırfolgen werde. Aber gerade in Groß-
»ritannien hat sich erwiesen, daß die poli-
ische Wirklichkeit bei aller Achtung der
‚eschriebenen und ungeschriebenen Ver-
assungsgrundlagen ihr besonderes Ge-
richt hat. Dies dürfte hierzulande um so
ıehr zum Tragen kommen, als das frei-
eitliche Gemeinwesen der Deutschen vor
er Aufgabe steht, demokratische Tradi-
onen zu entwickeln, also. eben das zu
isten, was die Weimarer . Republik lei-
ar verabsäumte.
Yom Standpunkt der Vertriebenen aus
‚trachtet, erscheint es als besonders wich-
27, daß das höchste Staatsamt von einer
arsönlichkeit wahrgenommen wird, die
cht nur mit ihren sozial- und heimat-
ılitischen Anliegen vertraut, sondern un-
ıttelbar auf dem Felde der Politik für
je eingetreten ist. Dabei ist in Betracht
u halten, daß die Stellungnahme des
zundeskanzlers als des Regierungschefs
.nd Exponenten einer Partei oder einer
Coalition von Parteien stets der Frage
egegnen wird, welche aktuellen Beweg-
ründe und Zielsetzungen sie bedingten.
)er Bundespräsident hingegen spricht na-
ıens des gesamten Gemeinwesens, in dem
lie Fragen, die mit‘ dem Problem der
rertriebenen und ihrer Heimatgebiete in
r’erbindung stehen, in allen Bereichen des
ffentlichen Lebens in Erscheinung tre-
en.
Das neue O/S-Liederbuch ist da!
Das neue O/S-Liederbuch „ Wie’s da-
‚eim war“ ist erweitert und verbes-
ert erschienen und lieferbar. Preis für
je Gliederungen: 3,— DM p. Stück, Ab-
abepreis an die Mitglieder: 3,50 DM per
tück. Die Differenz verbleibt den Grup-
‚en. Das äußerlich schöne und anspre-
hende Buch mit seinem gewachsenen In-
‚alt wird zweifellos bei allen Mitgliedern
nklang finden,
Das Liederbuch ist ab sofort durch die
„undesgeschäftsstelle der LdO, Bonn, Kai-
erstraße 173, zu beziehen.
SS
jerbei ein Bein bricht. Er würde dafür
orgen, daß dieses bei Gromyko nicht der
/all sein würde, denn dazu sei ihm dieser
u schade!
* .
Es steht außer Frage, daß der Westen
sie oben dargelegt, den Gang seiner Ver-
ıandlungsweisen in Genf noch nicht end-
‚ültig festgelegt hat. Das ist aus vielen
Anzeichen deutlich zu erkennen. Wir wol-
en an dieser Stelle noch einmal mah-
ıend darauf hinweisen, daß in der west-
‚chen Welt vor allem in dieser Vorberei-
ungsperiode ‚die Nerven nicht versagen
'ürfen und man daher nicht jedes Hin
nd Her während dieser Verhandlungen
berbewerten soll. Wir wollen an dieser
;:telle auch nicht im Einzelnen auf die
ım Teil scharfen Angriffe der englischen
resse gegen die Politik der Bundesre-
ublik eingehen, Man glaubt in England,
aß die Bundesrepublik unter Führung
es. Bundeskanzlers einen zu starren und
arten Standpunkt einnimmt und dadurch
ie kommenden „Verhandlungen“ mit dem
sten erschweren könnte.
An dieser Stelle sei nur darauf hinge-
viesen, daß bei allem Verständnis für den
;)tandpunkt unserer englischen Verbünde-
an man doch diesen zu verstehen geben
Idllte, daß die Kosten eines Kompromis-
es bei den kommenden Verhandlungen
ı erster Linie und immer wieder gerade
ir Deutschen zu tragen hätten. Schon
us diesem Grund muß man uns das Recht
ubilligen, für unsere Interessen beson-
ers nachdrücklich einzutreten. Zum an-
eren darf nicht vergessen werden, daß
er Ausbau der Verteidigungsmöglichkei-
en der Bundesrepublik weder gehemmt
och in seiner Planmäßigkeit gestört
zerden darf, es sei denn, daß man auf
‚je Verteidigungsfähigkeit des ganzen
Vestens keinen Wert legt.
*
Ein „oberschlesischer Aufständischer”
Die „Trybuna Robotnicza“ ließ die Katze aus dem Sack
Teofil Krysiewicz aus Haselgrund im
‚reise Tost-Gleiwitz wird von der „Try-
‚una Robotnicza“ als verdienter „ober-
chlesischer Aufständischer“ gerühmt, als
Verbreiter des Polentums“ in Oberschle-
ien usw. Es geht darum, daß ihm nun
ie zuständige Behörde ein landwirtschaft-
iches Anwesen, in das er sich im März
946 hineingesetzt hatte, nicht als Eigen-
um zuerkennen will.
Uns interessiert bei dieser Geschichte nur,
aß auch dieser „oberschlesische Aufstän-
ische“ aus Warschau gebürtig
%„ 1921 mit der Waffe in der Hand
»berschlesischen Aufstand“ spielte — und
M5 wieder nach Oberschlesien kam, um
las Polentum zu verbreiten“. Führwahr
ine kleine, an sich unbedeutende, abeı
hr aufschlußreiche Notiz.
Die polnische Presse, mit der „Trybuna
‚obotnicza“ an der Spitze, möchte der
Velt immer weis machen, daß das ober-
chlesische Volk 1921 zu den Waffen ge-
riffen habe, um sich gegen die „preu-
ische Unterdrückung“ zu erheben. Wir
‚ehaupten und haben bewiesen (Vergl.
‚Unser Oberschlesien“ Nr 9/1956 — “Hin-
er den Kulissen der „Polenputsche“ in
)berschlesien“), daß diese sogenannten
Aufstände“ wohlvorbereitete bewaffne-
e polnische Überfälle auf das wehrlose
‚eutsche Oberschlesien waren. Daher in-
aressiert uns dieser „oberschlesische Auf-
tändische“, Und unter wem muß denn
ieser Warschauer in Oberschlesien „das
olentum verbreiten“, wo doch in Ober-
chlesien nur aus Polen zugewanderte Po-
ax und Oberschlesier wohnen, die laut
)ogma der Trybuna „Wer Oberschlesier
st, ist Pole“ doch schon seit hunderttau-
end Jahren Polen sind? — Hier hat die
Trybuna Robotnicza“ wieder einmal die
"atze aus dem Sack laufen lassen. -B.
Wieder Wehrpflichtige für den
Bergbau
Die polnischen Grubenverwaltungen in
Jberschlesien haben wieder damit begon-
‚en, Wehrpflichtige mit der Aussicht auf
befreiung von der Militärdienstpflicht für
jen Bergbau zu werben. In der polni-
chen Tagespresse veröffentlichen die Gru-
‚enverwaltungen große Anzeigen, mit de-
‚en sie die Wehrpflichtigen der Jahr-
änge 1937, 1938, 1939 und 1940 ansprechen.
zei einer ununterbrochenen Arbeit im
iohlenbergbau bis zum 23. Lebensjahre
zird ein automatischer Übergang in den
zeservistenstand zugesagt. Die Unterbrin-
‚ung dieser Arbeitskräfte soll weiterhin
n „Bergmannshäusern“ erfolgen, geger
ie die polnische Presse wegen der in ih-
en herrschenden skandalösen Zustände
n letzter Zeit heftig Sturm gelaufen ist.
Wieder Friedhofsdiebe in 0/5
Die Warschauer „Trybuna Ludu“ mel-
‚ete, daß die Miliz „Friedhofshyänen“ ge-
aßt habe, die im Oppelner und Katto-
vitzer Gebiet die. Friedhöfe geplündert
atten, Sie waren nachts mit Lastkraft-
vagen an die Friedhöfe herangefahren
.nd hatten die Steineinfassungen und
)Jenkmäler der Gräber geraubt. Mit dem
taub fuhren sie nach Polen, wo sie in
Keine Liebe unter Polen und Tschechen
Verschärfte Lage an der Grenze — Veränderte Situation
Selbst der Ton zwischen den polnischen
ınd ‘tschechischen Grenzwachen, der nie
cameradschaftlich-freundlich gewesen ist,
ıat sich noch spürbar verschärft. Der so-
;enannte kleine: Grenzverkehr ist fast
7zöllig zum Erliegen gekommen, da. bei-
lerseits kaum noch Grenzübertrittsbe-
‚.cheinigungen ausgestellt werden.
Gründe für die spürbare Veränderung
1er Situation sind vorerst nicht ersicht-
ich. Der von beiden Seiten seit Jahren
»etriebene Kampf gegen die Schmuggel-
)janden bietet für die neuerlichen Maß-
ıahmen keine ausreichende Erklärung,
ıuch die Tatsache nicht, daß viele Bauern
‚us den benachbarten tschechischen Ge-
»ieten größere Teile ihrer Ernte polni-
ichen Bauern zum Verkauf überlassen,
lie sie zu weit günstigeren Preisen ihrem
»taat verkaufen können als tschechische
3auern der Prager Regierung.
liemals Oder-Neiße-Linie!
Was nun unsere besonderen Interessen
ıngeht, vor allem die Ostfragen, so kann
nit Genugtuung festgestellt werden, daß
lie USA-Regierung wie von uns schon
)jerichtet, eine eindeutige Erklärung im
Iinblick auf die Karte abgegeben hat,
or der seinerzeit Eisenhower seine Er-
äuterungen vor der Presse-Konferenz
bgab und die anscheinend die polnisch
erwalteten Gebiete als polnisches Staats-
‚ebiet wiedergab. Sie besagt, daß die
jenannte Karte keinerlei politischen Cha-
’akter trug und daher auch in keiner
Neise etwa als Stellungnahme der USA-
ktegierung hinsichtlich der Oder-Neiße-
zebiete angesehen werden kann. Dieses
merikanische Dementi ist in der rot-
olnischen Presse mit erheblichem Unbe-
agen aufgenommen worden. Bevor es
°orlag und auch als Ergebnis der bekann-
en, bedauerlicherweise verschieden aus-
egbaren Erklärungen des französischen
;taatspräsidenten, de Gaulle, haben nun
u sehr interessanten Stellungnahmen der
'schenstochau unter den Steinsetzmeistern
ıbnehmer fanden. Ein großer Teil des
taubgutes, . Kruzifixe, Marmorplatten,
'jenkmäler aus Marmor, schwedischem
ıranit, Bronze und Porzellan, konnte noch
icher gestellt werden. Den Wert des ge-
aubten Materials gab die Warschauer Zei-
ing mit mehreren hunderttausend Zloty
n. Den gleichen Tätern konnte auch ein
inbruch in ein Tschenstochauer Textilge-
häft nachgewiesen werden.
Kattowitzer Schönheitskönigin
wollte türmen
Wie westdeutsche Zeitungen berichteten,
st die 20jährige Domicela Gorzowska,
‚olnische Schönheitskönigin 1958 von
Sattowitz, von polnischer Polizei beim
Zersuch verhaftet worden, bei Stettin die
i{eutsche Grenze illegal zu überschreiten.